Die Mammographie wird insbesondere zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt. Sie ist zurzeit die einzige Methode, um Vorstufen des Brustkrebs oder frühe Tumorstadien zu erkennen.
Auch bei unklaren Tastbefunden und bei Risikopatientinnen (z. B. bei familiärer Brustkrebsbelastung) dient die Mammographie zur Abklärung.
Seit 2006 wird in Deutschland erfolgreich das
Mammographie-Screening eingeführt. Es ist ein bundesweites Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von Brustkrebs für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.
Dieses Vorsorgeprogramm entspricht nach den EU-Leitlinien höchsten Qualitätsanforderungen. Dazu gehört z. B.:
- nur besonders qualifizierte Einrichtungen dürfen an diesem Programm teilnehmen und die Untersuchungen durchführen
- jede Röntgenaufnahme der Brust wird von zwei besonders geschulten Ärzten begutachtet und ausgewertet
- jeder Arzt beurteilt routinemäßig die Mammographien von mindestens 5000 Frauen/Jahr
- im Falle einer Verdachtsdiagnose wird die weitere Abklärung innerhalb des Früherkennungsprogramms durchgeführt. Die Ergebnisse werden von allen Ärzten besprochen und das weitere Vorgehen gemeinsam mit der Patientin abgestimmt.